{"id":1186,"date":"2026-02-12T10:16:57","date_gmt":"2026-02-12T09:16:57","guid":{"rendered":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/?page_id=1186"},"modified":"2026-02-12T10:16:57","modified_gmt":"2026-02-12T09:16:57","slug":"haushaltsrede-haushalt-2023-2-2-2","status":"publish","type":"page","link":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/?page_id=1186","title":{"rendered":"Haushaltsrede Haushalt 2026"},"content":{"rendered":"\n<p><a href=\"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/wp-content\/uploads\/2026\/02\/Haushaltsrede-2026.pdf\" target=\"_blank\" rel=\"noreferrer noopener nofollow\">Download &#8211; Haushaltsrede 2026<\/a><\/p>\n\n\n\n<p>&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;-<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Haushaltsrede 2026<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>B\u00fcndnis 90 \/ Die GR\u00dcNEN \u2013 Gemeinderatsfraktion Graben-Neudorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister,<br>meine sehr verehrten Damen und Herren,<br>liebe Kolleginnen und Kollegen,<br><br>der vorgelegte Haushalt f\u00fcr das Jahr 2026 umfasst im Ergebnishaushalt ordentliche Ertr\u00e4ge von etwa 36 Millionen Euro und ordentliche Aufwendungen von ca. 42 Millionen Euro. Das ergibt ein dickes Minus von fast 6 Millionen Euro. Wie schon ausf\u00fchrlich diskutiert, liegen die Ursachen au\u00dferhalb des Einflusses der Gemeinde. Sinkende Gewerbesteuern und eine steigende Kreisumlage geh\u00f6ren zu den wichtigsten Faktoren, die zur Schieflage des Gemeindehaushalts 2026 f\u00fchren.<br>Im Finanzhaushalt 2026 klafft ebenfalls ein gro\u00dfes Loch. Dort ergibt sich ein Finanzierungsbedarf aus Investitionst\u00e4tigkeiten von 4,5 Millionen Euro. Zus\u00e4tzlich kommt noch der Zahlungsmittelbedarf des Ergebnishaushalts von 3,8 Millionen Euro. Zusammen ergibt dies ein Minus von 8,3 Mio. Euro im Finanzhaushalt. Da die R\u00fccklagen aufgrund des schlechten Rechnungsergebnisses 2025 aufgebraucht sind, muss das Defizit 2026 \u00fcber Kredite finanziert werden. Momentan liegt die Sch\u00e4tzung des Schuldenstands zum Ende des Jahres bei 12,6 Mio.<br>Der Blick in die mittelfristige Finanzplanung ist durchmischt. Es gibt zum einen die Hoffnung, dass 2027 ein gutes Jahr wird, da aufgrund der Systematik der Ausgleichszahlungen die Gemeinde \u00fcberdurchschnittliche Zusch\u00fcsse erh\u00e4lt, so dass positive Ergebnisse erzielt werden k\u00f6nnen. In den Folgejahren schl\u00e4gt dann die Finanzierung des Neubaus der Erich-K\u00e4stner-Schule und des Kindergartens St. Theresia zu Buche, so dass mit einem Rekordschuldenstand von \u00fcber 30 Mio. zu rechnen ist, sofern es nicht gelingt weitere Einnahmen zu generieren und weitere Sparma\u00dfnahmen zu ergreifen.<br>Diese Zahlen bedeuten eine v\u00f6llige Umkehrung der finanziellen Lage der Gemeinde. Konnten in der Vergangenheit problemlos stattliche R\u00fccklagen angelegt werden, so wird dies in absehbarer Zukunft nicht mehr m\u00f6glich sein. Stattdessen m\u00fcssen Kredite in zweistelliger Millionenh\u00f6he aufgenommen werden. Gab es fr\u00fcher viele Diskussionen im Gemeinderat dar\u00fcber, was man sich alles leisten kann und will, so wird man sich in Zukunft auf das konzentrieren, was unbedingt gemacht werden muss. Fokussierung auf das Notwendige und eine klare Priorisierung der Projekte werden die Leitlinien der n\u00e4chsten Jahre sein.<br>In fr\u00fcheren Haushaltsreden hatten wir GR\u00dcNE oft dem Thema Nachhaltigkeit immer wieder gro\u00dfen Raum gegeben. Dabei hatten wir meist den Umgang mit den nat\u00fcrlichen Ressourcen im Blick. Die Prinzipien der Nachhaltigkeit lassen sich aber m\u00fchelos auf die Finanzwirtschaft \u00fcbertragen. Langfristig kann nur das ausgegeben werden, was an Einnahmen in die Gemeindekasse kommt. Oder anders ausgedr\u00fcckt: Der Schuldenstand muss in einer solchen H\u00f6he bleiben, dass Zinsen und Tilgung der Schulden verkraftbar bleiben. Wir gehen davon aus, dass niemand der n\u00e4chsten Generation einen zerr\u00fctteten Gemeindehaushalt \u00fcbergeben, unsere Infrastruktur zusammenbrechen und Graben-Neudorf in die Armut st\u00fcrzen lassen will. Das Rechnungsamt hat dankenswerterweise ausgerechnet, bei welchem Schuldenstand die Schmerzgrenze der finanziellen Belastung der Gemeinde liegt und ist zu dem Ergebnis gekommen, dass diese bei ca. 20 Mio. Euro liegt. Diese Zahl wird in den n\u00e4chsten Jahren die zu beachtende Nebenbedingung f\u00fcr jede Haushaltsplanung sein.<br>Auch wenn die derzeitige Haushaltslage ungewohnt dramatisch aussieht, so besteht f\u00fcr Panik kein Anlass. Graben-Neudorf hat eine solide Basis. Es gibt eine ausgezeichnete Infrastruktur, gro\u00dfe und kleine Firmen mit vielen Arbeitspl\u00e4tzen haben sich bei uns angesiedelt. Die Verkehrsanbindung ist sowohl per Schiene als auch per Stra\u00dfe fast optimal. Das alles hat schlie\u00dflich die Wirtschaftszeitschrift \u201eCapital\u201c dazu gebracht, Graben-Neudorf unter die 100 besten Standorte in Deutschland einzustufen. Auf dieser Basis k\u00f6nnen wir aufbauen. Graben-Neudorf kann sich weiterhin positiv entwickeln, wenn wir richtig handeln.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Neubau der Erich-K\u00e4stner-Grundschule und des Kindergartens St. Theresia<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Eine der Gr\u00fcnde f\u00fcr den absehbaren hohen Schuldenstand ist eine bewusste Investitionsentscheidung der Gemeinde. Die Erich-K\u00e4stner-Schule ist in die Jahre gekommen. Baulich ist vieles marode. Es besteht dringender Handlungsbedarf. Allerdings stellte sich schnell die Frage, ob eine Sanierung des alten Geb\u00e4udes sinnvoll ist? Aufgrund der versetzten Stockwerke kann die heutzutage erforderliche Barrierefreiheit nur mit gro\u00dfem Aufwand hergestellt. Au\u00dferdem sind moderne p\u00e4dagogische Konzepte mit der vorhandenen Geb\u00e4udestruktur nur schwerlich umzusetzen. Und schlie\u00dflich muss auch der im selben Geb\u00e4ude untergebrachte Kindergarten St. Theresia s auf das Niveau der heutigen Standards gebracht werden. Aus diesen Gr\u00fcnden plant die Gemeinde seit \u00fcber vier Jahren einen Neubau.<br>Nach langer Standortdiskussion und einem Architektenwettbewerb ist nun die Planung nahezu fertig und in diesem Fr\u00fchjahr kann der Baubeschluss gefasst werden, wenn die Rahmenbedingungen stimmen. Die dann vorliegende Kostensch\u00e4tzung muss einen Betrag ergeben, der finanzierbar ist. Uns ist bewusst, dass die Planer einen Spagat machen m\u00fcssen. Zum einen sollen sich die sp\u00e4teren Nutzerinnen und Nutzer in dem Haus wohlf\u00fchlen, es soll allen Bed\u00fcrfnissen gerecht werden und zum anderen soll es finanzierbar sein. Ohne Kompromisse wird es nicht gehen. Die Beschr\u00e4nkung auf das Notwendige und das Streichen bzw. Verschieben des W\u00fcnschenswerten wird nicht zu vermeiden sein.<br>\u00dcberhaupt noch keine Option ist f\u00fcr uns, den ganzen Prozess \u201eNeue EKS und Kita St. Theresia\u201c demn\u00e4chst abzubrechen und zu versuchen das alte Bestandsgeb\u00e4ude irgendwie zu sanieren. Zwar w\u00e4ren dann die finanziellen Probleme der Gemeinde viel einfacher l\u00f6sbar, aber jede Million Euro, die in den maroden Schulbau gesteckt werden m\u00fcsste, w\u00fcrde die derzeitige unbefriedigende Situation nur abmildern, aber nicht beseitigen. Im Rahmen des Planungsprozesse wurde ja auch festgestellt, dass eine grundlegende Sanierung des Geb\u00e4udes mit vor\u00fcbergehender Verlagerung des Schulbetriebs in ein Interims-Containerdorf mindestens genauso teuer werden w\u00fcrde wie der geplante Neubau. Daher muss in diesem Jahr die Maxime sein, den Neubau der EKS m\u00f6glich zu machen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Einnahmen der Gemeinde: Gewerbesteuer und Grundsteuer<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Im letzten Jahr hat der Gemeinderat nach vielen Jahren den Hebesatz f\u00fcr die Gewerbesteuer angehoben. Bisher hatte Graben-Neudorf einen vergleichsweise niedrigen Satz, jetzt sind wir im Mittelfeld angekommen. Es ist sicher allen bewusst, dass an dieser Schraube nicht unbegr\u00fcndet und unsensibel gedreht werden darf. Die Gewerbetreibenden in unserer Gemeinde sollen im Vergleich zu anderen Kommunen nicht benachteiligt, aber im Sinne der Gleichbehandlung auch nicht bevorzugt werden. Das hei\u00dft f\u00fcr uns, dass wir in den n\u00e4chsten Jahren die Entwicklung der Gewerbesteuer in anderen vergleichbaren Gemeinden beobachten m\u00fcssen. Ob Graben-Neudorf dann beim Hebesatz nachzieht, ist dann unter den gegebenen Umst\u00e4nden zu entscheiden. Wichtig ist dann eine gute Kommunikation mit den Gewerbetreibenden. Prinzipiell gibt es ja jetzt schon gute Dialogforen, die daf\u00fcr genutzt werden k\u00f6nnen.<br>Durch die Grundsteuerreform wurden die Grundst\u00fcckseigent\u00fcmer teilweise entlastet, aber auch teilweise erheblich belastet. F\u00fcr die Gemeindekasse war sie hingegen in etwa aufkommensneutral. Es war eine richtige Entscheidung, diese Steuer vorerst unver\u00e4ndert zu belassen. Mittelfristig sollte aber gepr\u00fcft werden, ob auch die Grundsteuerh\u00f6he im Vergleich zu anderen Gemeinden angemessen ist.<br>Die Erh\u00f6hung anderer Steuerarten wie zum Beispiel der Hundesteuer oder Vergn\u00fcgungssteuer bringen netto zu wenig zus\u00e4tzliche Einnahmen, um die finanziellen Probleme von Graben-Neudorf zu l\u00f6sen. Wir begr\u00fc\u00dfen es aber, dass die Verwaltung in Zukunft die Geb\u00fchren regelm\u00e4\u00dfig entsprechend der Inflationsraten anpassen m\u00f6chte. Dadurch werden gro\u00dfe Preisspr\u00fcnge vermieden und der Kostendeckungsgrad bleibt einigerma\u00dfen konstant. Wir werden uns aber auch daf\u00fcr einsetzen, dass Geb\u00fchren von einkommensschwachen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern bezahlt werden k\u00f6nnen. Eine einkommensabh\u00e4ngige Staffelung der Kindergartengeb\u00fchren k\u00f6nnte beispielsweise viele Familien entlasten.<br>Aus unserer Sicht sollten weitere M\u00f6glichkeiten der Einnahmensteigerung gepr\u00fcft werden, um die Finanzierung des Schulneubaus zu erm\u00f6glichen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Richtig Sparen durch klare Priorisierung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Auch mit Schulden muss eine Gemeinde handlungsf\u00e4hig bleiben. Schlie\u00dflich gibt es \u00fcbergeordnete Ziele in der Gemeindepolitik, die auch bei schwieriger Finanzlage erreicht werden m\u00fcssen.<br>Hierzu geh\u00f6rt zun\u00e4chst alles, was zur sogenannten Daseinsf\u00fcrsorge z\u00e4hlt Wie zum Beispiel:<br><\/p>\n\n\n\n<ul class=\"wp-block-list\">\n<li><strong>Kinderg\u00e4rten:<\/strong> Mit dem dritten Waldkindergarten schlie\u00dfen wir eine Versorgungsl\u00fccke und k\u00f6nnen so die Nachfrage nach Kita-Pl\u00e4tzen abdecken, und durch den Neubau von St. Theresia w\u00fcrde sich die Qualit\u00e4t der angebotenen Kita-Pl\u00e4tze deutlich verbessern.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verkehr und Mobilit\u00e4t: <\/strong>Der letzte Stra\u00dfenzustandsbericht hat gezeigt, dass die unternommenen Instandhaltungma0nahmen wirken und die Stra\u00dfen in Graben-Neudorf insgesamt besser werden und die Note 2 verdient haben.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Verkehr und Mobilit\u00e4t:<\/strong> Der letzte Stra\u00dfenzustandsbericht hat gezeigt, dass die unternommenen Instandhaltungma0nahmen wirken und die Stra\u00dfen in Graben-Neudorf insgesamt besser werden und die Note 2 verdient haben.<br>Ein Sorgenkind ist jedoch die Hauptstra\u00dfe zwischen Kreisel und Bahnbr\u00fccke. Die Sanierung der Stra\u00dfe soll aber dazu genutzt werden, die Gestaltung der Neuen Mitte zwischen Rathaus und den neuen Wohngeb\u00e4uden auf der anderen Seite zum Abschluss zu bringen. Wir begr\u00fc\u00dfen es, dass dort viele B\u00e4ume gepflanzt werden sollen, damit der Platz im Sommer beschattet wird. Au\u00dferdem wird mit dem Stra\u00dfenumbau der Radverkehr neu organisiert und damit sicherer.<br>In normalen Zeiten w\u00e4ren die Investitionen in die Sanierung der Hauptstra\u00dfe und die Gestaltung der Neuen Mitte sicher unstrittig gewesen. In Anbetracht der finanziellen Gesamtsituation muss aber gr\u00fcndlich \u00fcberlegt werden, wie diese Bauma\u00dfnahme zeitlich eingetaktet werden sollte. Trotz der hohen Bezuschussung durch das Land und den Kreis verbleiben ca. 4 Mio. Euro netto bei der Gemeinde, die \u00fcber Kredite finanziert werden m\u00fcssen.<br>Beim \u00d6PNV sehen wir GR\u00dcNE jedoch Probleme auf uns zukommen. In den letzten 7 Jahren hat sich beispielsweise die Ausgaben f\u00fcr die \u00d6PNV-Direktbeteiligung mehr als verdoppelt. Es ist logisch, dass man sich auch hier Gedanken machen muss, wie die Kosten in den Griff zu bekommen sind. Wir GR\u00dcNE w\u00fcrden es sehr bedauern, wenn es in diesem Bereich zur Absenkung von Standards k\u00e4me. Die Verkehrswende kann nur gelingen, wenn unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger verst\u00e4rkt den \u00f6ffentlichen Verkehr nutzen k\u00f6nnen und daf\u00fcr das Auto daheim stehen lassen. Ein Ausd\u00fcnnen der Verbindungen w\u00fcrde den \u00d6PNV unattraktiver machen und vielfach den Umstieg verhindern.<br>Auch den Bahnhof von Graben-Neudorf muss man in diesem Zusammenhang in den Blick nehmen. Bei Befragungen wird dieser Verkehrskontenpunkt oft als unattraktiv oder gar als abschreckend bezeichnet. Die Aufwertung des Bahnhofs steht seit Jahren auf der Agenda der Gemeinde. Was bisher umgesetzt wurde, ist leider noch St\u00fcckwerk. Die Neugestaltung des Bahnhofsvorplatzes geh\u00f6rt zu den Projekten, die aus Haushaltsgr\u00fcnden weit in die Zukunft verschoben wurde. Eine \u00f6ffentliche Toilette f\u00fcr wartende Fahrg\u00e4ste l\u00e4sst anscheinend noch Jahre auf sich warten. Die Erledigung dringender Bed\u00fcrfnisse kann eigentlich nicht von der Kassenlage abh\u00e4ngen.<br>Und schlie\u00dflich muss hier auch noch die neue Fahrradschlie\u00dfanlage erw\u00e4hnt werden. Nach jahrelangen Verz\u00f6gerungen durch Verhandlungen mit der Bahn und den Zuschussgebern stehen die beiden gro\u00dfen Boxen endlich an ihrem Platz. Sie k\u00f6nnen aber nicht genutzt werden, weil sie falsch installiert wurden. Wir bitten die Gemeindeverwaltung nun, alles zu unternehmen, dass dieser Missstand behoben wird. Dabei sollten auch alle rechtlichen Mittel genutzt werden, um die beteiligten Firmen zum Handeln zu zwingen.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Sicherheit und Ordnung:<\/strong> mit der Schaffung eines neuen Amts f\u00fcr Brandschutz, dem der neue hauptamtlichen Feuerwehrkommandant vorsteht, wird f\u00fcr die Feuerwehr von Graben-Neudorf ein neuer Abschnitt beginnen. In Anbetracht dessen, dass es immer schwieriger wird, Menschen zu finden, die in ihrer Freizeit Chef der Feuerwehr sein wollen, ist dies die richtige Entscheidung gewesen. Da das Brandschutzamt zudem durch die SEW gesponsert wird, gewinnen alle. Der Gemeindehaushalt wird entlastet und die Sicherheit von Gewerbetreibenden und Privatpersonen wird gesteigert. Auch die Beschaffung einer neuen Drehleiter f\u00fcr ca. eine Mio. Euro ist eine Investition in mehr Sicherheit.<\/li>\n\n\n\n<li><strong>Kultur und Freizeit:<\/strong> Derzeit wird die Pestalozzi-Halle mit ca. 9 Mio. Euro saniert. N\u00e4chstes Jahr wird die Halle rundum erneuert wieder auf der H\u00f6he der Zeit sein und Vereinen und anderen Veranstaltern zur Verf\u00fcgung stehen. Auch dies ist eine Investition in die Zukunft, in die Lebensqualit\u00e4t der B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger von Graben-Neudorf.<br>Das Freibad wurde letztes Jahr saniert. Die Erneuerung der technischen Anlagen steht f\u00fcr die n\u00e4chsten Jahre an.<br>Die Vereinsf\u00f6rderung stand bisher nicht zur Disposition und so soll es auch bleiben. Das vielf\u00e4ltige Vereinsleben ist ein Beitrag zum sozialen Zusammenhalt in unserer Gemeinde.<\/li>\n<\/ul>\n\n\n\n<p>Diese kurze Liste von wichtigen Projekten f\u00fcr die Daseinsf\u00fcrsorge zeigt, Graben-Neudorf investiert trotz der schwierigen Haushaltslage ganz erheblich in die Daseinsf\u00fcrsorge.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Herausforderungen der Zukunft d\u00fcrfen nicht vergessen werden!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Der Erhalt der vorhandenen Infrastruktur ist jedoch zu wenig, um den Herausforderungen der Zukunft gerecht zu werden. Die Prognosen f\u00fcr den Klimawandel sind erschreckend. Die Auswirkungen der Erderhitzung werden auch Graben-Neudorf betreffen. Daher darf der Klimaschutz und die Klimawandelanpassung auch in den n\u00e4chsten Jahren im Haushalt nicht vergessen werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimaschutz wird immer akuter!<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Graben-Neudorf hat sich verpflichtet bis 2035 klimaneutral zu werden. Hier gibt es vern\u00fcnftigerweise keinen Finanzierungsvorbehalt. Wir GR\u00dcNEN begr\u00fc\u00dfen es sehr, dass sich die Gemeinde nach dem Ende des European Energy Awards beim Nachfolger \u201eZukunftskommune\u201c beteiligt. Damit ist in diesem Bereich eine gewisse Kontinuit\u00e4t gegeben. Klimaschutz wird auch weiterhin ein wichtiges Aktionsfeld der Gemeinde bleiben.<br><br>Mit dem Klimaschutzfonds, dem Energiemanagement und vielen weiteren Einzelma\u00dfnahmen hat Graben-Neudorf bereits viel erreicht. Hier m\u00f6chten wir insbesondere Herrn Dr. St\u00e4ngle Lob, Dank und Anerkennung zollen, der mit seinem Engagement die Umsetzung der Projekte vorangetrieben hat.<br><br>Zu fragen bleibt aber, wie die Gemeinde das gro\u00dfe Ziel klimaneutral in 20235 zuverl\u00e4ssig erreichen kann? Die Teilnahme an der \u201eZukunftskommune\u201c kann daf\u00fcr hilfreich sein, ist aber keine Garantie. Wir GR\u00dcNE vermissen hier einen Masterplan mit wichtigen Meilensteinen, die zu bestimmten Zeitpunkten erreicht werden sollten. Nur dann kann man erkennen, ob Graben-Neudorf auf dem richtigen Pfad unterwegs ist.<br><br>Immerhin gab es im letzten Jahr auf dem Feld der Geothermie etwas Bewegung. Mit Injektionstests wolllte die Firma Deutsche Erdw\u00e4rme herausfinden, ob das Gestein im Untergrund durchl\u00e4ssig genug ist, um ein W\u00e4rmekraftwerk im Kammerforst zu betreiben. Ob nun tats\u00e4chlich in diesem Jahr noch ein Bohrturm aufgestellt und ein weiteres Loch in den Untergrund gebohrt wird, bleibt abzuwarten. Daher bef\u00fcrworten wir die Strategie der Gemeinde, zun\u00e4chst mit kleinen, \u00fcberschaubaren Nahw\u00e4rmenetzen zu beginnen, die auch ohne Tiefengeothermie betrieben werden k\u00f6nnen. Aus unserer Sicht sind diese aber nur sinnvoll, wenn die Energie nur aus Quellen kommt, die selber kein Kohlendioxid aussto\u00dfen. Biomasse bzw. Holzpellets kommen f\u00fcr uns nicht in Frage.<br><br>Bedanken m\u00f6chten wir uns auch an dieser Stelle nochmals bei allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern, die aus eigenem Antrieb in den letzten Jahren in den Klimaschutz investiert haben, sei es durch PV-Anlagen auf dem Dach oder auf ihren Balkonen, sei es durch die Installation von W\u00e4rmepumpen oder die energetische Sanierung ihrer H\u00e4user. Vielen Dank daf\u00fcr.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Klimafolgenanpassung: Sind wir f\u00fcr Hitzewellen und D\u00fcrreperioden ger\u00fcstet?<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Klimaschutz ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe mit globalen Wirkungen. Die Anpassung an den Klimawandel mit seinen Hitzewellen und D\u00fcrreperioden ist eine kommunale Notwendigkeit, da die Hitze alle unsere B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger direkt betrifft.<br><br>Die gr\u00fcn-blaue Infrastruktur ist ein gutes Konzept, die Folgen des Klimawandels abzumildern. Bei Neubauprojekten sollen die Bepflanzung und damit die Beschattung der Fl\u00e4chen mitgedacht werden. Hier werden wir GR\u00dcNE gerne konstruktiv mitarbeiten. Noch ungel\u00f6st ist das Problem, wie die Bestandsgebiete, insbesondere die alten Ortskerne von Graben und Neudorf mit vielen B\u00e4umen bepflanzt werden k\u00f6nnen? Auch das Versickern von Niederschlagswasser vor Ort ist dort schwierig umzusetzen. Da die Planungs- und Umsetzungszeitr\u00e4ume momentan sehr langfristig angelegt sind, ist zu bef\u00fcrchten, dass der Klimawandel schneller ist und diese Bereiche zu Hotspots im wahrsten Sinne des Wortes werden. Daher brauchen wir hier mehr Ambition, mehr B\u00fcrgerbeteiligung, mehr Vorschl\u00e4ge, mehr Phantasie und auch mehr Geld, um dieses Dilemma aufzul\u00f6sen.<br><br>Bis dahin sollte die Verwaltung die Aktivit\u00e4ten f\u00fcr die Aufstellung eines Hitzeaktionsplans vorantreiben. In S\u00fcdeuropa kann heute schon gesehen werden, was m\u00f6glicherweise in den n\u00e4chsten Jahren auf uns zukommt. Wenn es soweit ist, dann m\u00fcssen K\u00fchlr\u00e4ume vorhanden sein, muss bekannt sein, welche vulnerablen Personen betreut werden m\u00fcssen. Das l\u00e4sst sich nicht \u00fcber Nacht auf die Beine stellen, sondern braucht eine gute Vorbereitung.<\/p>\n\n\n\n<p><br><strong>Unter dem Radar: der Artenschwund<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Selten in den Nachrichten, aber trotzdem ein dr\u00e4ngendes Problem ist der fortschreitende Artenschwund, der immer gr\u00f6\u00dfere L\u00f6cher in das \u00f6kologische Netz rei\u00dft. Auch auf kommunaler Ebene kann viel dagegen gemacht werden. Graben-Neudorf hat inzwischen vier Naturschutzgebiete zumindest teilweise auf seiner Gemarkung. Das Projekt gr\u00fcn-blaue Infrastruktur kann ebenfalls zur Verbesserung der Biodiversit\u00e4t genutzt werden. F\u00fcr den Wald gibt es eine Naturschutzkonzeption, die f\u00fcr Waldrefugien und Totholzinseln sorgt. Schlie\u00dflich gibt es auch noch die Biotopverbundplanung, die schon seit fast zwei Jahren l\u00e4uft. Nat\u00fcrlich w\u00fcrden wir GR\u00dcNE uns w\u00fcnschen, dass auch auf diesem Gebiet alles etwas schneller gehen w\u00fcrde.<br><br>F\u00fcr die Artenvielfalt ist es aber auch hilfreich, wenn bestimmte Dinge einfach nicht gemacht werden. So geh\u00f6rt der hohe Fl\u00e4chenverbrauch und die Versiegelung zu den wichtigsten Faktoren des Artenschwunds. Graben-Neudorf hat schon seit l\u00e4ngerer Zeit kein Neubaugebiet mehr ausgewiesen, sondern konzentriert auf die Innenverdichtung. Damit ist es ein Vorbild f\u00fcr andere Gemeinden, die in die Fl\u00e4che hinauswuchern als w\u00e4re Fl\u00e4che vermehrbar und die Folgen vermeidbar. Um Missverst\u00e4ndnisse zu vermeiden: Graben-Neudorf folgt mit dem Ziel des sparsamen Fl\u00e4chenverbrauchs den Vorgaben der gr\u00fcn-schwarzen Landesregierung. Diese hat sich als Ziel vorgenommen, bis 2035 den Fl\u00e4chenverbrauch auf Netto-null zu reduzieren. Hier ist Graben-Neudorf also in guter Gesellschaft.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Migration in Graben-Neudorf<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Die Zuwanderung nach Deutschland hat sich abgeschw\u00e4cht. Auch in Graben-Neudorf sind in den letzten Monaten kaum noch Fl\u00fcchtlinge angekommen. Mit welchen Methoden dies an den Au\u00dfengrenzen der EU geschafft wurde, soll hier nicht thematisiert werden, Dennoch bleibt die Aufgabe, alle bereits in Graben-Neudorf lebenden Gefl\u00fcchteten hier in der Region zu integrieren. Auch hier ist Graben-Neudorf auf einem guten Weg. Dies ist das Verdienst der Gemeindeverwaltung und vieler ehrenamtlicher Helferinnen und Helfern, die sich in den letzten Jahren stark daf\u00fcr engagiert haben, die Fl\u00fcchtlinge in dezentralen Wohnungen unterzubringen und in die Gesellschaft zu integrieren, sei es in Schulen oder in Betrieben. Hierf\u00fcr herzlichen Dank an alle, die dabei geholfen haben, im Rathaus, insbesondere an Herrn Notheis und an sein Team sowie den ehrenamtlichen Helferinnen und Helfern in den Fl\u00fcchtlingsinitiativen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Schlussbemerkung<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Abschlie\u00dfend bedanken wir uns bei B\u00fcrgermeister Eheim und bei der Verwaltung f\u00fcr die geleistete Arbeit. Herzlichen Dank auch an das Rechnungsamt und seinem Leiter, Herrn Thimo Schmitt, der wieder das umfangreiche Zahlenwerk aufbereitet hat. Vielen Dank m\u00f6chten wir aber auch allen B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrgern sagen, die sich in der Gemeinde ehrenamtlich engagieren, sei es im Sport, im kulturellen oder sozialen Bereich. Dieses vielf\u00e4ltige Engagement zeigt, dass die B\u00fcrgerinnen und B\u00fcrger bereit sind, sich in das soziale Leben einzubringen und der n\u00f6tige soziale Zusammenhalt in Graben-Neudorf gelebt wird.<\/p>\n\n\n\n<p><br>Mit Bezug auf die vorangegangenen Ausf\u00fchrungen und Anregungen stimmen wir dem Haushalt 2026 zu.<\/p>\n\n\n\n<p>Armin Gabler &#8211; Annette Zinecker<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Download &#8211; Haushaltsrede 2026 &#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;&#8212;- Haushaltsrede 2026 B\u00fcndnis 90 \/ Die GR\u00dcNEN \u2013 Gemeinderatsfraktion Graben-Neudorf Sehr geehrter Herr B\u00fcrgermeister,meine sehr verehrten Damen und Herren,liebe Kolleginnen und Kollegen, der vorgelegte Haushalt [&hellip;]<\/p>\n","protected":false},"author":1,"featured_media":0,"parent":0,"menu_order":0,"comment_status":"closed","ping_status":"closed","template":"","meta":{"footnotes":""},"class_list":["post-1186","page","type-page","status-publish","hentry"],"_links":{"self":[{"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1186","targetHints":{"allow":["GET"]}}],"collection":[{"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages"}],"about":[{"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/types\/page"}],"author":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/users\/1"}],"replies":[{"embeddable":true,"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fcomments&post=1186"}],"version-history":[{"count":1,"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1186\/revisions"}],"predecessor-version":[{"id":1187,"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=\/wp\/v2\/pages\/1186\/revisions\/1187"}],"wp:attachment":[{"href":"https:\/\/gruene-graben-neudorf.de\/index.php?rest_route=%2Fwp%2Fv2%2Fmedia&parent=1186"}],"curies":[{"name":"wp","href":"https:\/\/api.w.org\/{rel}","templated":true}]}}